1Warum es diese Seite gibt
Wer dahintersteckt und was der Anlass war – antippen zum Ausklappen.
Mein Name ist Frederik Bindt. Ich segle selbst – einen 20er Jollenkreuzer, GER 1157 – und ich baue gern Technik.
Das Revier kenne ich nicht nur vom Wasser aus: Ich bin zweiter Vorsitzender des Segler-Vereins Großenheidorn und der Eissegelgemeinschaft Steinhude und engagiere mich in der Wasserrettung der Wettfahrt-Vereinigung Steinhuder Meer. Vieles auf dieser Seite ist aus diesen Rollen entstanden – aus Fragen, die sich am Steg, im Startschiff oder im Rettungsboot stellen.
Für das Steinhuder Meer musste ich mir die wichtigen Informationen bisher immer selbst zusammensuchen: Wind auf der einen Seite, Warnungen auf der anderen, Wasserstand woanders, das Radar wieder woanders. Vor dem Ablegen hieß das: vier oder fünf Seiten öffnen.
Diese Seite liefert alles an einem Ort – für unser Revier, nicht für „Region Hannover" oder „Norddeutschland".
Einen Anstoß gab „Steinhuder Meer in Flammen" 2024. Über dem See zog eine Sturmfront auf, während viele Boote draußen waren. Die Sache ging glimpflich aus – aber sie hat gezeigt, wie schwer es ist, eine solche Lage rechtzeitig einzuschätzen, wenn man die Angaben mehrerer Dienste im Kopf zusammensetzen muss, von denen keiner das Revier kennt. Ein örtlicher Informationsdienst, der Wind, Radar und Warnungen an einer Stelle bündelt, wäre an diesem Abend eine Hilfe gewesen.
Seit zwei Jahren bin ich im Wettfahrtteam bei Regatten auf dem Steinhuder Meer aktiv. Diese Erfahrungen sind direkt eingeflossen: Auf sie gehen zwei Bereiche zurück, die es sonst nirgends gibt – die Segelampel und das Protokoll. Alle Rubriken, die besonders für Wettfahrtleiterinnen und Wettfahrtleiter gedacht sind, tragen die Kennzeichnung WL.
2App auf dem Handy installieren
Die Seite lässt sich wie eine App auf dem Startbildschirm ablegen. Dann startet sie im Vollbild, ohne Browser-Leisten – und nur so funktionieren die Warnungen auf dem iPhone.
iPhone und iPad (Safari)
- 1Öffne die Seite in Safari. (Wichtig: nicht in Chrome oder im Browser einer anderen App.)
- 2Tippe unten auf das Teilen-Symbol – das Quadrat mit dem Pfeil nach oben.
- 3Wische die Liste nach unten bis „Zum Home-Bildschirm" und tippe darauf.
- 4Oben rechts auf „Hinzufügen" tippen. Fertig.
- 5Öffne die App ab jetzt immer über das neue Symbol auf dem Startbildschirm.
Android (Chrome)
- 1Öffne die Seite in Chrome.
- 2Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
- 3Wähle „App installieren" oder „Zum Startbildschirm zufügen".
- 4Bestätigen. Fertig.
3Warnungen aufs Handy einschalten
Die App kann dich warnen, wenn Sturm, eine Gewitterzelle oder eine Regenfront auf das Revier zukommt. Das ist freiwillig und kostet nichts.
- 1Zuerst die App installieren (Schritt 2 oben). Ohne Installation auf dem Startbildschirm gehen auf dem iPhone keine Benachrichtigungen.
- 2App über das Symbol auf dem Startbildschirm öffnen.
- 3Oben rechts auf das Glocken-Symbol tippen – oder ganz nach unten scrollen zum Bereich Benachrichtigungen.
- 4Auf „Einschalten" tippen.
- 5Das Handy fragt: „Mitteilungen erlauben?" – auf „Erlauben" tippen.
- 6Fertig. Du kannst dort auch auswählen, welche Themen du bekommen möchtest: Wind, Gewitter, Regenfront.
Wieder ausschalten geht an derselben Stelle mit einem Tipp auf „Ausschalten".
Fürs iPhone gilt: Im Safari-Tab gibt es systembedingt keine Mitteilungen – die Box zeigt dort die Installations-Anleitung statt des Schalters. Voraussetzung ist iOS 16.4 oder neuer. Schlägt das Einschalten trotzdem fehl, steht unter der Fehlermeldung eine kleine Diagnosezeile (Stand der Erlaubnis, Zustand im Hintergrund, Schlüssellänge) – ein Foto davon über das Kontaktfeld genügt, um den Fehler einzugrenzen.
4So ist die App aufgebaut
Unten findest du sechs Bereiche:
- Jetzt – was gerade los ist: Wind, Böen, Böenfaktor, Temperatur, Luftdruck, Regen, Gewitterneigung, Pegel und Wassertemperatur.
- Warnlage – amtliche Warnungen von DWD und NINA, Sturmampel, Gewitterlage mit zehn Merkmalen und Meldungsfenster, Badegewässer-Meldungen.
- Radar – Regenradar, Gewitterzellen, Blitze und die Zwei-Stunden-Vorschau.
- Wind – Verlauf, Vorhersage, Langzeit über zehn Tage, Böenpotenzial WL, Modellvergleich WL, Klimaarchiv, Segelampel WL und Protokoll WL.
- Wasser – Wasserstand, Wellengang, Badequalität mit Laborwerten.
- Revier – Revierhinweise und Meldungen, Regatten, Wochenenddienst, Fahrgastschifffahrt.
Ein roter Punkt zeigt eine gerade aktive Lage an. Eine Zahl am Symbol zählt Einträge, die du noch nicht gesehen hast – wie ungelesene Nachrichten. Sie verschwindet, sobald du den Bereich geöffnet hast.
Über das Zeichen (i) in der Kopfzeile öffnest du jederzeit ein Fenster mit dem Systemstand, einem Kontaktfeld, dem Impressum und dieser Anleitung.
Rubriken teilen
Viele Karten tragen ein Teilen-Zeichen. Ein Tipp darauf erzeugt einen Link samt Vorschaubild, der sich über das gewohnte Teilen-Menü des Handys verschicken lässt – etwa in die Vereinsgruppe. Wer den Link öffnet, sieht eine Momentaufnahme der Rubrik zum Zeitpunkt des Teilens als eigene Seite, ohne die App installieren zu müssen; ein Knopf führt von dort in die App. Teilbar sind elf Rubriken: aktuelle Bedingungen, Warnlage, Gewitterlage, Windverlauf, Böenpotenzial, Wasserstand, Badequalität, Wellengang, Revierhinweise, Regatten & Dienst und das Sturm-Logbuch.
5Die Rubriken im Einzelnen
Einige Bereiche gehen über das hinaus, was übliche Wetterseiten zeigen. Hier steht, was dahintersteckt.
Böenfaktor und Böenpotenzial WL
Der Böenfaktor in der Kachel „Jetzt" ist das Verhältnis von Böe zu Mittelwind: Er beschreibt, wie ruppig es sich gerade anfühlt. Bei sehr wenig Wind wird dieses Verhältnis rechnerisch groß, ohne dass man es merkt – deshalb greift dort eine Untergrenze, und die Kachel meldet schlicht „schwachwindig".
Die Rubrik Böenpotenzial im Bereich Wind blickt nach vorn. Sie vergleicht den Wind am Boden (10 m) mit dem Wind in 80 m Höhe. Je größer der Unterschied, desto mehr Druck kann bei Durchmischung nach unten durchschlagen – das ist die Ursache der Böen, die scheinbar aus dem Nichts kommen. Statt einer Zahlentafel zeigt ein Schichtprofil beide Ebenen als Linien über zwei Tage: Der Abstand zwischen ihnen ist das Potenzial, der größte Sprung des Tages ist eigens beziffert. Ein schmaler Farbstreifen darunter fasst die Böigkeit je Stunde zusammen. Ein eigenes Feld stellt die Messung der Vereinsstation daneben: Weht es am Südufer unruhiger als berechnet, steht das dort ausdrücklich.
Windverlauf und Langzeit
Der Windverlauf ganz oben im Wind-Reiter zeigt zwölf Stunden zurück und zwölf voraus. Drei Zahlen stehen darüber: Wind jetzt, Böen jetzt mit Böenfaktor und Charakter – von „gleichmäßig" bis „ruppig" – und die stärkste Böe, die noch kommt, mit Uhrzeit. In der Kurve ist die Böenlinie kräftig gezeichnet und der Mittelwind zurückgenommen; die Fläche dazwischen zeigt die Böigkeit. Die Vergangenheit ist durchgezogen, die Vorhersage gestrichelt und hell hinterlegt.
Die Rubrik Langzeit reicht zehn Tage voraus, in denselben Zeilen wie die Stundenvorhersage – nur eben tageweise. Hinter der Tagesspitze steht ein kleines ±: die Streuung von 31 parallel gerechneten Läufen. Grün heißt, die Läufe sind sich einig; rot heißt, der Tag ist offen. Die ersten drei Tage sind belastbar, ab Tag fünf zählt nur noch die Tendenz.
Unsicherheit: Was die Modelle noch nicht wissen
Jede Vorhersage ist eine Rechnung mit unvollständigen Startwerten. Deshalb rechnen die Wetterdienste dieselbe Vorhersage mehrfach mit leicht veränderten Anfangsbedingungen – ein sogenanntes Ensemble. Die Spannweite dieser Läufe steht in der Windvorhersage als Spalte ± hinter den Böen: kleine Werte bedeuten eine eingefahrene Lage, große Werte eine offene. Die Segelampel nennt dieselbe Information im Klartext und weist darauf hin, wenn ein Teil der Läufe bereits in der nächsten Warnstufe liegt.
Modellvergleich WL
Für dieselbe Position rechnen mehrere Wetterdienste eigene Modelle – der Deutsche Wetterdienst gleich drei, dazu das europäische ECMWF, das amerikanische GFS, das französische AROME, das britische UKMO und das niederländische KNMI Harmonie mit 2 km Auflösung, das Nordwestdeutschland mit abdeckt. Acht Modelle als Linien nebeneinander; jedes lässt sich einzeln ein- und ausblenden. Liegen die Linien dicht beieinander, ist die Lage berechenbar. Laufen sie auseinander, kann der wahre Wert überall im Fächer liegen.
Die laufende Stunde steht in der Mitte: links der Rückblick, rechts die Vorhersage. Die rote Linie ist die Messung unserer eigenen Station – sie endet bei der laufenden Stunde, denn die Station misst, sie sagt nichts vorher. Im Rückblick lässt sich damit ablesen, welches Modell die vergangenen Stunden richtig getroffen hat; das Modell mit der kleinsten Abweichung wird eigens hervorgehoben.
Neu ist die Trefferbilanz darunter: Jeden Morgen wird die Vorhersage aller acht Modelle festgehalten und am Folgetag gegen die Messung benotet – mittlerer Fehler der Böen-Vorhersage, Stunden 06–22 Uhr. Über Wochen und Monate entsteht so eine Rangliste, welches Modell am Steinhuder Meer wirklich trifft, umschaltbar zwischen 30 Tagen, 90 Tagen und der gesamten Aufzeichnung. Darüber steht die Tagessieger-Serie: welches Modell zuletzt Tagesbester war und wie viele Tage in Folge schon – der Sieger des letzten Spieltags neben dem Tabellenführer. Das ist keine Bauchentscheidung mehr, sondern gezählte Wahrheit: Benotet wird immer die Vorhersage vom Morgen des Tages, nicht das, was das Modell hinterher über den Tag rechnet.
Sturmampel
Die Ampel oben in den aktuellen Bedingungen bewertet die Böen der Vereinsstation – nicht den Mittelwind, denn auf dem flachen Wasser entscheidet die Böe.
| Stufe | Schwelle | Praxis auf dem flachen See |
|---|---|---|
| Starkwind | ab 25 kn Böen | deutliche Gefährdung kleiner Boote |
| Sturm | ab 34 kn Böen | sehr gefährliche Bedingungen |
| Orkan | ab 56 kn Böen | extreme Gefahr |
Unterhalb davon gibt es eine Vorwarnstufe: Sie erscheint, wenn eine amtliche Gewitterwarnung vorliegt oder in den letzten Minuten kräftige Böen gemessen wurden. Der schmale Laufbalken unter den Winddaten färbt sich unabhängig davon ab 22 kn gelb und ab 28 kn rot.
Sturm-Logbuch WL
Erreicht eine Böe an der Vereinsstation 28 Knoten (Bft 7) oder liegt eine amtliche Unwetterwarnung an, legt der Server von selbst eine Sturmakte an: Er protokolliert Spitzenböe samt Richtung und Uhrzeit, Winddrehung, Druckabfall, Blitzaktivität und Pegel – und sichert im Moment der stärksten Böe ein Radarbild. Das Ereignis gilt als beendet, wenn eine Stunde lang keine Böe über 22 Knoten mehr gemessen wurde. Bei laufender Lage (und bis eine Stunde nach deren Ende) erscheint die Karte auf der Startansicht; danach wandert sie zu den Protokollen im Wind-Bereich, mit Kennzahlen, Radarbild und Erklärtext; die Lagen der letzten 90 Tage stehen dort mit Datum und Uhrzeit zur Auswahl; nach dem Ereignis klappt sich die Karte zur Lagenliste zusammen, ein Tipp auf den Kopf oder eine Lage öffnet sie. Auch eine Sturmakte lässt sich teilen.
Referenzstationen
Neben der Vereinsstation zeigt die Seite drei weitere Messpunkte rund um den See. Sie dienen dem Vergleich – wie einheitlich weht es eigentlich? Ein einzelner Messpunkt am Ufer sagt darüber wenig; erst der Blick von mehreren Seiten zeigt, ob der Wind über dem ganzen See gleich steht.
| Station | Lage | Takt | Richtung |
|---|---|---|---|
| SLSV (Südufer) | 2,2 km südwestlich | minütlich | gradgenau |
| SKM (Nordufer) | 4,5 km nordnordwestlich | alle 10 min | nur Sektor |
| Fliegerhorst Wunstorf | südöstlich, am Flugplatz | alle 30 min | gradgenau |
Alle drei Quellen sind öffentlich zugänglich. Die Station des Schaumburg-Lippischen Segelvereins am Südufer (SLSV) veröffentlicht ihre Werte über WeatherLink, die Station des Segel-Klubs Minden am Nordufer (SKM) über meteomap.cloud, und der Fliegerhorst Wunstorf meldet als Flugplatz regelmäßig ein amtliches METAR. Diese Seite ruft ausschließlich das ab, was dort ohnehin frei einsehbar ist – sie rechnet es lediglich in Knoten um, stellt es nebeneinander und zieht daraus die Vergleiche weiter unten. Es werden keine geschützten oder privaten Daten verwendet.
Die Genauigkeit ist unterschiedlich, und das steht in der Kachel auch dabei: SLSV und der Fliegerhorst melden die Windrichtung gradgenau, das Nordufer nur in 16 Sektoren zu 22,5 Grad. Deshalb trägt der Pfeil dort einen Zusatz und wird bei Berechnungen entweder gar nicht oder nur mit höheren Schwellen verwendet – eine Genauigkeit vorzutäuschen, die die Quelle nicht hergibt, wäre schlechter als der Verzicht.
Meldet eine Station länger nichts, wird ihre Zeile grau und die Uhrzeit zeigt das Alter – ein zwei Stunden alter Wert soll nicht aussehen wie ein Livewert.
Wo steht der bessere Wind?
Jede Station liegt in bestimmten Windrichtungen im Schatten von Ufer und Bewuchs: die Vereinsstation bei S und SE, SLSV bei S, die Nordufer-Station bei N, NE und NW. Daraus schließt die Seite, welches Ufer gerade den freien Anlauf über das Wasser hat – bei Nordwind das Südufer, bei Südwind das Nordufer, bei West- und Ostwind ist es überall ähnlich. Diese Sektoren stammen aus der Ortskenntnis, nicht aus einer Messreihe. Deshalb wird das Urteil mit den tatsächlich gemessenen Stärken abgeglichen; widerspricht die Messung, steht das ausdrücklich dabei.
Böenvorwarnung
Liegt eine Referenzstation in Luv, erreichen ihre Böen das Südufer erst später – und das ist eine Messung, keine Vorhersage. Bei Südwestwind bringt SLSV zwei bis vier Minuten Vorlauf, bei Nordwind das Nordufer sieben bis dreizehn. Gemeldet wird nur, wenn dort spürbar mehr weht und der Vorlauf nach Abzug des Meldealters noch reicht. Eine Warnung, die erst nach der Böe erscheint, wäre schlechter als keine – deshalb schweigt sie in solchen Fällen.
Winddreher: wann er kommt und was er bedeutet
Zeigen zwei Stationen zur selben Zeit deutlich verschiedene Richtungen, liegt eine Windsprunglinie zwischen ihnen. Bei 2,2 oder 4,5 km Abstand ist sie in wenigen Minuten auch am Südufer. Die Seite sagt dann in Klartext, wohin der Wind dreht und was das am Wind bedeutet.
Die Regel dahinter ist einfach: Bei einem Linksdreher wird der Backbordbug angehoben und läuft die Luvtonne besser an, der Steuerbordbug wird geschralt. Bei einem Rechtsdreher ist es umgekehrt. Wer auf dem benachteiligten Bug segelt, fährt mit einer Wende in den Dreher hinein – vor dem Wind gilt das Gegenteil. Ein Beispiel: Dreht der Wind von 250° auf 219°, steht der Steuerbordbug danach 76° statt 45° zur Luvtonne, der Backbordbug nur noch 14°.
Gemeldet wird nur, wenn drei Dinge zutreffen. Die andere Station muss in Luv liegen – steht sie in Lee, ist ihr Dreher hier längst durch und eine Meldung wäre irreführend. Es müssen mindestens 5 Knoten wehen, denn bei schwachem Wind schwankt die gemessene Richtung ohnehin um zwanzig Grad und mehr. Und der Unterschied muss deutlich sein: 25° bei den gradgenauen Stationen, 45° am Nordufer, das nur grobe Sektoren meldet.
Daneben zeigt die Windkachel die gemessene Drehung der letzten Stunde an der Vereinsstation selbst – etwa „dreht seit 1 h rechts (+40°)". Dafür schreibt der Server die Windrichtungen aller drei Stationen alle zehn Minuten mit; nach einer Stunde steht der erste Wert.
Konvergenz über dem See
Aus Vereinsstation und SLSV lässt sich berechnen, ob die Luft zwischen beiden zusammenströmt. Strömt sie zusammen, muss sie nach oben ausweichen – ein Hebungsantrieb, den Wettermodelle auf ihrem 10-km-Gitter wegglätten. Hier sind es 2,2 km und echte Messwerte. Die Einschränkung: Zwei Punkte ergeben nur eine Achse. Strömt die Luft quer dazu zusammen, sieht das Verfahren nichts davon, und genau das steht auch in der Kachel.
Segelampel WL
Die Ampel bewertet den Tag für fünf Bootsgruppen getrennt – vom Optimist bis zum Katamaran – und zeigt Grün, Gelb oder Rot für heute und morgen. Bewertet wird immer die schärfere der beiden Seiten: Zwölf Knoten Mittelwind mit Zwanziger-Böen ergeben Gelb, auch wenn der Mittelwind allein noch grün wäre. Unterhalb der Mindestgrenze steht nicht Grün, sondern „zu wenig Wind".
Die Grenzen sind im August 2026 neu gesetzt worden, geeicht am Optimist anhand der IODA Race Management Policies – dem Regelwerk, nach dem Optimisten-Weltmeisterschaften gefahren werden. Dort gilt: kein Start unter 4 Knoten Mittelwind, kein Start über 25. Davon jeweils zwei Knoten Sicherheitsabstand, die größeren Klassen darüber gestaffelt.
| Gruppe | grün bis | gelb ab | rot ab | Böen rot |
|---|---|---|---|---|
| Opti / Kids | 13 kn | 13 kn | 23 kn | 26 kn |
| Jollen ohne Trapez | 15 kn | 15 kn | 25 kn | 28 kn |
| Renn- und Trapezjollen | 17 kn | 17 kn | 27 kn | 30 kn |
| Jollenkreuzer, Kielboote | 15 kn | 15 kn | 28 kn | 32 kn |
| Katamaran, Raceboard | 21 kn | 21 kn | 30 kn | 34 kn |
Dass die Jollenkreuzer früher gelb werden als die Renn- und Trapezjollen, ist Absicht: Sie tragen viel Tuch ohne Trapez und werden eher anspruchsvoll, sind dafür aber lange sicher zu segeln – daher der breite gelbe Bereich.
Ein Hinweis zur Herkunft der Zahlen: Die Mittelwindgrenzen stammen aus dem Regelwerk, die Böenwerte nicht. IODA misst ausschließlich Mittelwind von treibenden Booten und kennt gar keine Böengrenze. Die Böenwerte sind nach Erfahrung gesetzt und bewusst enger gehalten, weil auf einem Flachwassersee die Böigkeit über das Kentern entscheidet, nicht der Mittelwind.
Klimaarchiv Steinhuder Meer
Aus zehn Jahren stündlicher Wetterdaten für unsere Position ist eine Revierstatistik entstanden. Die Windrose zeigt für jeden Monat, aus welcher Richtung der Wind wie häufig weht und wie stark er dabei im Mittel ist. Weil der Verein am Südufer liegt, ist die Aufteilung in auflandig und ablandig besonders aufschlussreich – sie steht direkt neben der Rose. Dazu kommen Mittelwind, Flautenanteil, der Anteil segelbarer Stunden und die Verteilung der Windstärken. Parallel wird seit August 2026 ein eigenes Messarchiv der Vereinsstation aufgebaut; später lässt sich damit prüfen, wie gut die allgemeinen Daten unseren See wirklich treffen.
Badequalität
Für die beiden Badestellen Badeinsel Steinhude und Weiße Düne Mardorf werden die Laborwerte des Badegewässer-Atlas ausgewertet: E. coli und intestinale Enterokokken jeweils mit dem gültigen Grenzwert, dazu Sichttiefe und Wassertemperatur der letzten Probe. Eine Farbtafel zeigt den Verlauf über die Saison, sodass eine einzelne auffällige Probe von einer anhaltenden Belastung zu unterscheiden ist. Darüber stehen Wassertemperatur mit Kleidungsempfehlung, UV-Belastung im Tagesverlauf, Luftqualität und Pollenflug.
Wasserstand
Über der Kurve stehen der aktuelle Pegel, die Abweichung vom Idealwert, die Veränderung gegenüber vor sieben und vor dreißig Tagen sowie Höchst- und Tiefstwert der letzten 30 Tage. Eine Farbtafel zeigt jeden Tag des letzten Monats: Blau liegt im Zielbereich, Rot bedeutet kritisches Niedrigwasser. Darunter steht eine Einstufung in Worten – von „über Ideal" bis „sehr niedrig" – mit Wochentendenz, und ab einer bestimmten Marke der ausdrückliche Hinweis auf mögliche Grundberührung in Ufernähe.
6Woher die Daten kommen
Alle Angaben stammen aus öffentlichen Quellen. Sie werden hier nur eingesammelt, aufbereitet und auf unser Revier bezogen.
7Das Radar für unser Revier
Die Radarkarte ist keine fertige Lösung von der Stange. Sie ist eigens für das Steinhuder Meer gebaut und rechnet immer von einem Punkt aus: unserem See.
Der Anlass waren Situationen, die viele hier kennen: fliegendes Wasser – eine Böenfront, die scheinbar aus dem Nichts über den See jagt und Wassersportler überrascht. Auf normalen Wetterseiten sieht man so etwas erst, wenn es zu spät ist.
Wie die Fronterkennung arbeitet
- Alle fünf Minuten holt der Server zwei aufeinanderfolgende Radarbilder.
- Vom See aus wird rundum in 16 Richtungen gemessen – wie ein Radarschirm. In jeder Richtung wird geprüft: Wie weit weg ist der nächste Regen?
- Beide Bilder werden verglichen. Ist der Regen in einer Richtung näher gekommen, kann es eine Front sein.
- Damit kein Fehlalarm entsteht, muss eine Nachbarrichtung das bestätigen. Eine echte Front ist breit. Ein einzelner Schauer, der zufällig näher rückt, ist es nicht.
- Gezählt wird nur, was auf der Karte auch als Niederschlag eingefärbt ist – blaue bis rote Töne. Radarbilder enthalten daneben schwache Störechos, die als blasser Schleier erscheinen: Klarluft, Insektenschwärme, Windpark-Reflexe. Früher wurde nur die Helligkeit gemessen, und dort war ein solcher Schleier genauso hell wie kräftiger Regen – das führte im August 2026 zu Frontmeldungen ohne einen Tropfen Regen. Seitdem entscheidet die Farbe.
- Aus der Entfernung und dem Tempo wird die Ankunftszeit berechnet: „Erreicht das Revier in ca. 25 Minuten".
Drei Feinheiten machen die Erkennung erst zuverlässig:
- Abziehender Regen zählt nicht. Sonst würde die Rückseite eines Gewitters, das gerade durchgezogen ist, eine neue Warnung auslösen.
- Störechos werden herausgefiltert. Die Windparks westlich des Sees erzeugen im Radar Scheinechos in 60–65 km Entfernung. Jeder Bildpunkt wird deshalb gegen seine Nachbarschaft geprüft – nur was auch dort bestätigt wird, gilt als Regen.
- Eine Front muss sich bewegen. Erst wenn der Regen zwischen zwei Bildern um mindestens fünf Kilometer näher gekommen ist, gilt die Annäherung als echt. Vorher lösten wabernde Ränder stehender Schauer gelegentlich Phantom-Warnungen aus – das ist abgestellt.
Neu auf der Radarkarte ist die zuschaltbare Windströmung: bewegte Fäden wie bei den großen Wetterportalen, gespeist aus einem echten Modellfeld mit zwanzig Gitterpunkten rund um den Kartenausschnitt. Die Farbe der Fäden folgt der Windstärke – dieselbe Skala wie in der Windvorhersage, die Legende erscheint mit dem Schalter. Auf der Revierkarte der Fahrgastschifffahrt gibt es dieselbe Ebene, dort gespeist aus der Live-Messung der Vereinsstation.
8Wie Gewitter erkannt werden
Für Gewitter laufen mehrere Wege parallel. Der schnellste gewinnt.
- Gewitterzelle mit Zugweg: Liefert der Blitzdienst den Umriss einer Zelle und ihre Zugrichtung, wird berechnet, ob unser See im Weg liegt – und wann sie ankommt.
- Gemessene Blitze: Sind Einschläge im Umkreis registriert, zählen Anzahl, Entfernung und Richtung. Zusammen mit der Radarfront ergibt das ebenfalls eine Ankunftszeit.
- Modell: Zeigt die Vorhersage hohe Gewitterneigung, erscheint ein Hinweis – aber ohne Alarm. Das ist eine Möglichkeit, keine Tatsache. Neben der verfügbaren Energie (CAPE) wird dabei der Deckel (CIN) bewertet: eine wärmere Schicht in ein bis zwei Kilometern Höhe, die aufsteigende Luft zurückhält. Ist viel Energie da, aber der Deckel fest, passiert trotz hoher Werte nichts. Erst wenn er dünn wird, wird es ernst – und dann oft schlagartig, weil sich die aufgestaute Energie auf einmal entlädt.
- Beobachtung Fliegerhorst: Meldet die Flugwetterstelle Gewitter, wird das angezeigt. Eine Benachrichtigung löst es nicht aus: Die Meldung kommt bis zu einer halben Stunde später und warnt damit vor etwas, das längst da ist.
Für die Warnungen aufs Handy gilt: Es wird nur gemeldet, was auf uns zukommt, nicht was gerade vorbei ist.
Damit aus einem Gewitterabend keine Flut von Meldungen wird, greifen mehrere Regeln: Verlängert der Wetterdienst eine laufende Warnung nur zeitlich, kommt keine zweite Nachricht. Rückt eine Zelle bloß um wenige Minuten näher, ebenfalls nicht. Und wenn Front und Gewitterzelle dieselbe Wolke beschreiben, wird nur die Zelle gemeldet. Eine Höherstufung oder ein neues Ereignis erreicht dich dagegen sofort.
Amtliche Warnungen werden gemeindegenau ausgewertet, für Wunstorf und Neustadt am Rübenberge. Eine Warnung, die nur den Süden der Region Hannover betrifft, löst am See daher weder Banner noch Nachricht aus.
Die Rubrik „Gewitterlage"
Im Reiter Warnlage steht die ausführliche Fassung. Oben die Einschätzung in einem Wort – von „gering" bis „hoch" – und daneben ein Ring mit der Zahl, auf die es ankommt: wie viele der zehn Merkmale gerade auffällig sind. Darunter stehen sie einzeln, auffällige mit farbigem Punkt. So sieht man nicht nur wie viele, sondern welche.
Die zehn Merkmale und was sie bedeuten:
- Energie (CAPE) – wie viel Auftrieb in der Luft steckt.
- Feuchtevorrat (PWAT) – wie viel Wasser die gesamte Luftsäule führt. Über 30 mm wird Starkregen wahrscheinlich. Auf dem Wasser ist das vor allem ein Sichtproblem.
- Deckel (CIN) – die wärmere Sperrschicht in ein bis zwei Kilometern Höhe.
- Scherung – wie stark sich der Wind zwischen dem Boden und rund sechs Kilometern Höhe ändert, gerechnet als Vektor aus Drehung und Zunahme. Ab etwa 20 Knoten Unterschied gilt die Lage als mäßig, ab 30 Knoten als stark organisierend. Scherung löst kein Gewitter aus, aber sie organisiert eines: Zellen halten sich länger, die Böenfront wird kräftiger. Als Zusatzwert steht die bodennahe Scherung bis ein Kilometer Höhe dabei.
- Lifted Index – ein Maß der Schichtung, negativ heißt labil.
- Luftdruck – fallender Druck ist das klassische Vorzeichen.
- Blitze – eines von zwei Merkmalen, die auf einer Messung beruhen statt auf einer Rechnung: Zellen im Nowcast oder geortete Einschläge im Umkreis.
- Konvergenz am Boden – wird aus fünf Modellpunkten im Umkreis von 10 km selbst gerechnet. Strömt die Luft zusammen, muss sie nach oben ausweichen; das ist der Antrieb, den CAPE und Lifted Index gerade nicht enthalten. Bei diesem Punktabstand ist der Wert großräumig geglättet – die kleinräumige Seewind-Konvergenz über dem Meer wird nur angedeutet.
- Konvergenz gemessen – dieselbe Frage, beantwortet aus echten Messungen: Aus dem Stationspaar Vereinsstation–SLSV wird laufend bestimmt, ob die Luft entlang dieser Achse zusammenströmt. Das ist kleinräumiger als die Modellrechnung und neben den Blitzen das zweite Merkmal auf Messbasis.
- Hebung (indirekt) – ob das Modell selbst Auslösung rechnet. Ein echtes Vertikalwindfeld liefert die Datenquelle nicht; deshalb steht „indirekt" dabei.
Unter „Grafiken und Details" klappen vier Darstellungen auf: die verfügbare Energie im Tagesverlauf mit dem Deckel als dunkle Kappe auf der Säule, die Windscherung als drei Pfeilreihen für Boden, rund ein und rund sechs Kilometer Höhe, der Luftdruckverlauf – für die Vergangenheit aus den protokollierten Messwerten der Station, für die Zukunft aus dem Modell – und eine Peilscheibe mit den Gewitterzellen im Umkreis samt Entfernung und Zugrichtung.
Darunter das Meldungsfenster: farbige Kästen für jede aktive Lage, oder ein grüner Kasten, wenn nichts anliegt. Es sind dieselben Auslöser, die auch die Benachrichtigungen aufs Handy erzeugen – hier zum Nachlesen.
Trefferbilanz der Indikatoren
Woher weiß man, ob diese Merkmale am Steinhuder Meer überhaupt taugen? Seit August 2026 schreibt die Seite jeden Tag mit, welcher Indikator angeschlagen hat – und ob an dem Tag tatsächlich Blitze registriert wurden. Aus beidem entsteht eine Rangliste im Aufklappbereich der Gewitterlage.
Bewertet wird nicht mit der Trefferquote allein, denn die führt in die Irre: Ein Merkmal, das an jedem Tag anschlägt, erkennt zwar 100 Prozent aller Gewitter und ist trotzdem wertlos. Gezählt werden deshalb Treffer und Fehlalarme gegeneinander; 1,0 bedeutet trifft immer und ohne Fehlalarm, 0 bedeutet so gut wie Raten. Solange weniger als fünf Gewittertage im Protokoll stehen, erscheint keine Rangfolge, sondern der Hinweis, dass noch gesammelt wird – bei drei Ereignissen wäre jede Reihenfolge Zufall.
9Protokolle & Archiv
Seit Ende Juli 2026 schreibt die Seite mit. Alle zehn Minuten werden die Messwerte der Station festgehalten – Wind, Böen, Richtung, Temperaturen, Pegel, Luftdruck, dazu die berechnete Wellenhöhe je Uferzone. Parallel werden amtliche Warnmeldungen archiviert und jeden Morgen die Vorhersage des Tages eingefroren: der Wortlaut und die Stundenwerte, so wie sie um kurz nach fünf Uhr galten. Vorhalt: zwei Jahre.
Das Messwerte-Protokoll als PDF
Im Bereich Wind lässt sich für einen frei wählbaren Zeitraum ein PDF erzeugen: Kennzahlen-Übersicht, Wind- und Pegelverlauf als Grafik, amtliche Warnmeldungen und die Einzelmessungen als Tabelle. Über den Messwerten jedes Tages steht die morgens festgehaltene Vorhersage samt Quelle – so liest sich in einer Zeile, was angesagt war, und darunter, was tatsächlich kam. Ein Balkendiagramm stellt beides je Stunde nebeneinander: angesagter gegen gemessener Mittelwind, angesagte gegen gemessene Böen.
Wetter-Protokoll für die Wettfahrtleitung WL
Auf Knopfdruck entsteht das Wetterprotokoll nach der Vorlage der Wettfahrt-Vereinigung: Wind in m/s im 30-Minuten-Raster von 6 bis 22 Uhr, eine Seite je Tag. Regatta und Protokollführer werden vor dem Erzeugen abgefragt und fertig eingedruckt, die Vorhersagezeile füllt sich automatisch aus dem Morgen-Archiv.
Was das Archiv sonst noch trägt
Aus denselben Aufzeichnungen entstehen zwei Reihen, die die Seite direkt nutzt. Die Druckreihe liefert der Gewitterlage die gemessene Vergangenheit ihres Luftdruckverlaufs – so stammt die linke Hälfte der Kurve aus der Vereinsstation und erst die Zukunft aus dem Modell. Und das Gewitterprotokoll hält täglich fest, welcher Indikator angeschlagen hat und ob es an dem Tag tatsächlich geblitzt hat; daraus wächst die Trefferbilanz der Indikatoren.
Trefferbilanz der Wettermodelle
Aus dem Morgen-Archiv entsteht nebenbei die Antwort auf eine Frage, die sonst niemand für unser Revier beantwortet: Welches Modell trifft am Steinhuder Meer am besten? Jeder abgelaufene Tag wird benotet – Vorhersage vom Morgen gegen die Messung der Station. Die Rangliste steht im Modellvergleich und wächst mit jedem Tag.
10Nützliche Erweiterungen (Developer)
Neben der App gibt es die Revierinfo in Formen, die ohne geöffneten Browser auskommen – für die Küchenwand, den Sperrbildschirm und unterwegs.
Wandanzeige für Echo Show, Tablet & Co.
Unter wetter.bindt.de/dashboard.html läuft eine eigene Vollbild-Anzeige: ein Windkompass mit Instrumentennadel, in dessen Mitte der Seeumriss als kleine Karte liegt – Wilhelmstein, die SVG-Station als roter Punkt, darüber ziehen Windfäden in Richtung und Tempo der aktuellen Messung. Dazu Wind und Böen groß, Vorhersagestreifen, Warnbänder, Regatten und Wochenenddienst. Sie aktualisiert sich minütlich von selbst, dimmt sich nachts und passt sich jeder Bildschirmgröße an – gedacht für ein Amazon Echo Show (Adresse im Silk-Browser öffnen), sie läuft aber genauso auf einem alten Tablet an der Wand, egal ob Android oder iPad.
Ein Praxistipp für den Echo Show: Silk vergisst die geöffnete Seite nach einem Neustart. In der Alexa-App lässt sich eine Routine anlegen, die die Adresse beim Start wieder öffnet – sonst hängt man regelmäßig mit dem Finger dran.
iOS-Widget für den Homescreen (Scriptable)
Für iPhone und iPad gibt es ein Widget mit Wind, Böen samt Ampel, Pegel, Temperaturen, Gewitterlage, laufenden Regatten und – wenn etwas anzieht – der Front- und Gewitterwarnung mit Ankunftszeit. Es aktualisiert sich etwa alle fünf Minuten; ein Tipp darauf öffnet die Seite.
⇩ Script herunterladen (svg-revierinfo-widget.js)
So wird es eingerichtet:
- Die kostenlose App Scriptable aus dem App Store laden.
- Den Download-Link oben antippen, den angezeigten Text komplett markieren und kopieren (lange tippen → Alles auswählen → Kopieren).
- Scriptable öffnen, oben rechts + antippen, den Text einfügen und dem Script einen Namen geben, etwa „SVG Revierinfo".
- Auf dem Homescreen lange drücken → + → „Scriptable" suchen → Größe klein oder mittel wählen → hinzufügen.
- Das neue Widget antippen und unter „Script" den Eintrag „SVG Revierinfo" auswählen – fertig.
Android-Widget für den Homescreen
Auch für Android gibt es die Kompaktansicht: Unter wetter.bindt.de/widget.html liegt eine eigens dafür gebaute Widget-Seite. Auf den Homescreen kommt sie mit der kostenlosen App Website Widget, die eine Webseite als Widget darstellt:
- Website Widget aus dem Play Store laden.
- Auf dem Homescreen lange drücken → Widgets → „Website Widget" auswählen und in der gewünschten Größe platzieren.
- Als Adresse eintragen: https://wetter.bindt.de/widget.html
- Ein Aktualisierungs-Intervall wählen – 15 Minuten sind ein guter Kompromiss aus Aktualität und Akku.
Die genauen Menünamen können sich mit App-Versionen ändern; das Prinzip bleibt gleich: Widget platzieren, Adresse eintragen, fertig. Unabhängig davon lässt sich die Seite wie in Abschnitt 2 beschrieben als App installieren (Chrome-Menü → „App installieren") – inklusive Push-Warnungen, die auf Android ohne Umwege funktionieren.
11Was die Seite nicht kann
Alle Angaben sind ohne Gewähr. Diese Seite ist keine amtliche Warnung. Verbindlich sind allein die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes.
Radar, Modelle und Blitzortung sind Hilfsmittel. Sie können sich irren – zu früh, zu spät oder gar nicht. Die Entscheidung, ob du rausfährst oder reinkommst, bleibt bei dir. Im Zweifel gilt der alte Grundsatz: Bei aufziehender dunkler Wand rechtzeitig zurück.
12Aussichten & Ideen
Die Seite ist nie fertig – fast alles hier ist entstanden, weil jemand eine Frage mitgebracht hat. Das liegt gerade auf dem Tisch:
Eigener Wassertemperatursensor für 2026 geplant
Die Wetterstation des SVG soll um einen Wassertemperatursensor erweitert werden, Umsetzung im Laufe des Jahres 2026. Bisher stammt die Wassertemperatur von steinhude-am-meer.de – ein Wert für den ganzen See, der nicht sagt, wie warm es am Südufer tatsächlich ist. Mit einem eigenen Sensor käme der Messwert direkt aus dem Revier, im selben Minutentakt wie Wind und Luftdruck.
Der Gewinn liegt nicht nur in der Genauigkeit: Aus einem durchgehenden Verlauf lassen sich Dinge ableiten, die heute fehlen – wie schnell sich das flache Wasser nach kalten Nächten wieder erwärmt, wann im Frühjahr die Grenze fürs Segeln ohne Trockenanzug fällt, und im Winter, wie nah der See am Gefrierpunkt steht.
Eislage im Winter in Vorbereitung
Wenn der See trägt, wird aus der Segel- eine Eissegelsaison – und die Fragen ändern sich: Wie kalt war es wie lange? Wo trägt das Eis, wo warnen Rinnen und Einläufe? Geplant ist eine Winterrubrik mit Frostsummen aus den Messdaten, Eistagen im Rückblick und gemeldeten Beobachtungen von der Eisfläche – nach demselben Muster wie die Revierhinweise: gemeldet, gesichtet, veröffentlicht. Eine Tragfähigkeits-Garantie wird es nie geben; aufs Eis geht jeder auf eigene Verantwortung.
Angeln: Wo stehen die Fische? mehrfach gewünscht
Der häufigste Wunsch aus den Rückmeldungen. Wassertemperatur, Wind, Luftdruckverlauf, Trübung und Jahreszeit entscheiden mit darüber, wo Barsch, Zander und Hecht stehen – viele dieser Größen misst die Seite bereits. Denkbar ist eine Rubrik, die die aktuellen Verhältnisse in Angel-Sprache übersetzt: auflandige Kante, Sprungschicht, Druckwechsel.
Hier muss ich allerdings ehrlich sein: Ich bin Segler, kein Angler. Beim Wind weiß ich aus eigener Erfahrung, welche Aussage im Revier trägt und welche nur gut klingt – beim Angeln fehlt mir dieses Gefühl völlig. Ich könnte aus den vorhandenen Messwerten etwas bauen, das plausibel aussieht, ohne beurteilen zu können, ob es stimmt. Und eine Rubrik, die selbstbewusst Unsinn behauptet, wäre schlechter als gar keine.
Deshalb geht es hier nur mit Hilfe: Ich suche Leute, die das Steinhuder Meer mit der Rute kennen. Welche Zusammenhänge stimmen hier wirklich, welche sind Anglerlatein? Wer bereit ist, ein paar Wochen lang gegenzulesen und zu korrigieren, bringt das Thema weiter als jede Formel – ohne solche Rückmeldungen lasse ich es lieber ganz.
Sturmlaterne Wilhelmstein Idee
Die Laterne auf dem Wilhelmstein warnt seit Jahrzehnten vor Starkwind – wer auf dem Wasser ist, schaut zur Insel. Die Idee: ihren Zustand in die Seite holen, sodass App und Laterne dasselbe sagen. Ob und wie sich das Signal technisch abgreifen lässt, ist offen – wer dazu Kontakte oder Wissen hat, ist herzlich willkommen.
Welche Idee zuerst? Was fehlt ganz? Der kürzeste Weg ist eine Nachricht über das (i) in der App oder direkt an bindt@hannover-it.de – wie es weitergeht, entscheidet sich an dem, was vom See zurückkommt. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
13Mitmachen
Diese Seite lebt davon, dass Leute vom See etwas beitragen. Zwei Dinge helfen besonders – beide kosten dich wenige Minuten.
📡Wetterstation am Nordufer gesucht
Derzeit gibt es genau eine verlässliche Station am See – am Südufer beim SVG. Das Steinhuder Meer ist aber flach und weit: Am Nordufer weht es bei manchen Lagen deutlich anders als am Südufer, und niemand kann das bisher belegen.
Du betreibst dort eine Station oder überlegst, eine aufzustellen? Wenn du die Daten teilst, werden die Unterschiede im Revier zum ersten Mal sichtbar – für alle, die hier segeln. Es muss nichts Teures sein; entscheidend ist der Standort, nicht der Preis.
🚩Beobachtungen melden
Verkrautung, Hindernisse, Untiefen, auffällige Wasserfarbe: Was dir auf dem Wasser auffällt, wissen andere noch nicht. Im Bereich Revier findest du den Knopf „Beobachtung melden" – zwei Sätze genügen.
Jede Meldung wird gesichtet und, wenn sie für andere wichtig ist, veröffentlicht. Nichts erscheint ungeprüft.
💬Sagen, was fehlt
Fast alles auf dieser Seite ist entstanden, weil jemand gefragt hat. Wenn dir eine Angabe fehlt, eine Zahl unklar ist oder etwas falsch aussieht: schreib es mir. Kritik ist willkommen, gerade an den Stellen, wo die Seite sich sicherer gibt, als sie sein kann.
Danke an alle, die bisher gemeldet, getestet und nachgefragt haben. Ohne diese Hinweise wäre die Seite deutlich ärmer – und an einigen Stellen schlicht falsch geblieben.
Privates Projekt von Frederik Bindt · Strandallee 1, 31515 Wunstorf
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